St. Gallen (Transkription Nr. 426)

Schulort St. Gallen
Konfession des Orts: Gemischt konfessionell
Signatur der Quelle: BAR B0 1000/1483, Nr. 1458, fol. 233
Standort: Bundesarchiv Bern
Kanton 1799: Säntis
Distrikt 1799: St. Gallen
Agentschaft 1799: St. Gallen
Kirchgemeinde 1799: St. Gallen
Ort/Herrschaft 1750: St. Gallen
Kanton 2015: St. Gallen
Gemeinde 2015: St. Gallen
In dieser Quelle wird folgende Schule erwähnt:
  • St. Gallen, 1. Klasse (Vermengte Schule/niedere Schule, reformiert)
I. Lokal-Verhältnisse.
I.1Name des Ortes, wo die Schule ist.
I.1.aIst es ein Stadt, Flecken, Dorf, Weiler, Hof?

Stadt. St: Gallen

I.1.bIst es eine eigene Gemeinde? Oder zu welcher Gemeinde gehört er?

Gemeine. St: Gallen

I.1.cZu welcher Kirchgemeinde (Agentschaft)?
I.1.dIn welchem Distrikt?

Distrikt. St: Gallen

I.1.eIn welchen Kanton gehörig?

Canton. Säntis.

I.2Entfernung der zum Schulbezirk gehörigen Häuser. In Viertelstunden.
I.3Namen der zum Schulbezirk gehörigen Dörfer, Weiler, Höfe.
I.3.aZu jedem wird die Entfernung vom Schulorte, und
I.3.bdie Zahl der Schulkinder, die daher kommen, gesetzt.

Claße. Die erste, in 45. Schülern bestehend.

I.4Entfernung der benachbarten Schulen auf eine Stunde im Umkreise.
I.4.aIhre Namen.
I.4.bDie Entfernung eines jeden.
II.10Sind die Kinder in Klassen geteilt?

Eintheilung in Claßen. 3. Die Lesende, buchstabierende u: die, welche aus den Tafeln die Buchstaben kennen lernt.

II. Unterricht.
II.5Was wird in der Schule gelehrt?

Was. Buchstabieren u: lesen, u: in den Religionsstunden, Erklärung vorgeschr: bibl: Geschichten

II.6Werden die Schulen nur im Winter gehalten? Wie lange?

Schulzeit. Vom Montag bis Freytag: Morgen von 8 bis 11, u: Nachmittag von 1,-3 Uhr. Jm Sommer und Herbst 14 Tage Ferien.

II.7Schulbücher, welche sind eingeführt?

Bücher. Das vom Schulräth eingeführte Lesebüchlein.

II.8Vorschriften, wie wird es mit diesen gehalten?
II.9Wie lange dauert täglich die Schule?

Schulzeit. Vom Montag bis Freytag: Morgen von 8 bis 11, u: Nachmittag von 1,-3 Uhr. Jm Sommer und Herbst 14 Tage Ferien.

III. Personal-Verhältnisse.
III.11Schullehrer.
III.11.aWer hat bisher den Schulmeister bestellt? Auf welche Weise?

Collator. Der Schulrath.

III.11.bWie heißt er?

Name. David Zollickoffer.

III.11.cWo ist er her?

Geburthsort. St: Gallen.

III.11.dWie alt?

Alter. beynahe 65. Jahr.

III.11.eHat er Familie? Wie viele Kinder?

Kinder. Ein Sohn u: eine Tochter.

III.11.fWie lang ist er Schullehrer?

Wie lang an der Stelle eines Schullehrers. Beynahe 21. Jahre.

III.11.gWo ist er vorher gewesen? Was hatte er vorher für einen Beruf?

Studien. Wie lange wo? 7. Jahre. Jn St: Gallen.
Wo vorher Hauslehrer in Stein am Rhein u: in Bürglen.

III.11.hHat er jetzt noch neben dem Lehramte andere Verrichtungen? Welche?
III.12Schulkinder. Wie viele Kinder besuchen überhaupt die Schule?
III.12.aIm Winter. (Knaben/Mädchen)
III.12.bIm Sommer. (Knaben/Mädchen)
IV. Ökonomische Verhältnisse.
IV.13Schulfonds (Schulstiftung)
IV.13.aIst dergleichen vorhanden?
IV.13.bWie stark ist er?
IV.13.cWoher fließen seine Einkünfte?
IV.13.dIst er etwa mit dem Kirchen- oder Armengut vereinigt?
IV.14Schulgeld. Ist eines eingeführt? Welches?
IV.15Schulhaus.
IV.15.aDessen Zustand, neu oder baufällig?
IV.15.bOder ist nur eine Schulstube da? In welchem Gebäude?
IV.15.cOder erhält der Lehrer, in Ermangelung einer Schulstube Hauszins? Wie viel?
IV.15.dWer muß für die Schulwohnung sorgen, und selbige im baulichen Stande erhalten?
IV.16Einkommen des Schullehrers.
IV.16.AAn Geld, Getreide, Wein, Holz etc.

Einkünfte.
a. an Geld. Monathlich fl. 15: 33 xr. das Jahr zu 13 Monathen, fl. 202: 29 xr. Verbesserung fl. 100. Holzgeld 12. Gld: — fl. 22. für Predigten im Linsebühl. zusammen: fl. 334: 9 xr.
Getrayde: An Getrayde: 15 Viertel Mehl u: 6 Viertel an Habermehl.
Wein. 8 Eimer rothen u: 8. weissen Wein
Holz. 3. Staffel Holz, die nach Abzug der Unkosten 6. Klafter machen
Wohnung. Eine geräümige Herberge.

IV.16.BAus welchen Quellen? aus

b. Quellen. Monath-Verbesserung und Holzgeld fließen aus der Schulkasse u: jene 2 Louisdor aus dem Linsebühlamt, wie auch das Mehl u: Habermehl.
8. Eimer roten u: 2. weissen Wein hat das Schaffner-Amt gegeben u: die übrigen 6. kamen von Bürglen.
c. Unterhalt. der Wohnung und Schulstube. Materialien zum Unterhalt der Wohnung u: Schulstube, gab das Bauamt, u: der Arbeitslohn kam aus der Schulkasse.

IV.16.B.aabgeschaffenen Lehngefällen (Zehnten, Grundzinsen etc.)?
IV.16.B.bSchulgeldern?
IV.16.B.cStiftungen?

b. Quellen. Monath-Verbesserung und Holzgeld fließen aus der Schulkasse u: jene 2 Louisdor aus dem Linsebühlamt, wie auch das Mehl u: Habermehl.
8. Eimer roten u: 2. weissen Wein hat das Schaffner-Amt gegeben u: die übrigen 6. kamen von Bürglen.
c. Unterhalt. der Wohnung und Schulstube. Materialien zum Unterhalt der Wohnung u: Schulstube, gab das Bauamt, u: der Arbeitslohn kam aus der Schulkasse.

IV.16.B.dGemeindekassen?
IV.16.B.eKirchengütern?
IV.16.B.fZusammengelegten Geldern der Hausväter?
IV.16.B.gLiegenden Gründen?
IV.16.B.hFonds? Welchen? (Kapitalien)
Bemerkungen
Schlussbemerkungen des Schreibers
Fliesstextantworten
Lokal

B. Als Religionsdiener.
Canton. Säntis. Distrikt. Gemeine. Stadt. St: Gallen
Kirche. Linsebühl.

Unterricht

a. Predigten Alle 9. Wochen des Sontags die Morgen predigt im Linsebühl u: {im Sommer} den Frühpredigt in St: Laurenz Jn dem Winter die Abendpredigt
b. Kinderlehren am Dienstag nach verfluß eben so vieler Wochen. Bis weiler auch die Abendpredigt am Sontag im St. Mangen Die Kinderlehre alle 3 Wochen im St: Laurenz u. alle 9. im St Katharine Kloster.
c. QuartierLehr. Die Quartier-Lehr alle Wochen.
Krankenbesuch. Auch der Besuch zweyer Krankenhäüser liegt dem Morgenprediger im Linsebühl ob.

Unterschrift

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